Ich bin ein Star – Holt mir ein Bier
1. Februar 2011 Natürlich klingt der Anfang dieses Posts wie ein Geständnis. Aber damit meine ich nicht, dass mein Fahrrad im November 1989 im Seedammweg stand. Sondern ich gestehe: Ich, Timbo, gucke Trash-TV, ich gucke das voyeuristische und affige RTL-Format „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“! Ich brauche mich dafür nicht zu rechtfertigen, denn schließlich muss man seine Feinde kennen und über sie bescheid wissen, wenn man schon kritische Texte über sie schreibt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich voll gepumpt mit Antibiotika bin und in solch einer Situation eine so leichte Kost eine angenehme Abwechslung bietet.
Zurück zum Thema, ich hab gehört früher war ich viel beliebter, hab gehört dass ich’s nicht real gekeept hab, und nachdem ich aus gutem Wissen und Gewissen die RTL Anfrage, ob ich bei der neuen Staffel von „IBESHMHR“ teilnehmen möchte, abgelehnt habe, so möchte ich ja schließlich wenigstens dabei zugucken, wie sich meine fast Mitkandidaten nun schlagen.
Nachdem dieses Format uns in teils Brechtschen Zügen das Miteinander von Menschen gezeigt hat und uns in seiner einzigartigen Art den gesellschaftlichen Spiegel vorgehalten hat, entwickelte sich das Miteinander in Down Under zu einer fragmentarischen Komödie, wie selbst Dürrenmatt selbst sie sich nicht besser hätte erdenken können.
Liebe, Intrigen und Verrat. Wer lügt, wer sagt die Wahrheit? Das gemeinsame Leben im RTL-Dschungelcamp zeichnete Dramen aller Schakespiere. Es warf Fragen auf, die wohl nie beantwortet werden, Raum für Interpretationen bieten und jeden selbst zur Auseinandersetzung mit dem Gesehenen anregen. Wer weiß, vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen mit den Protagonisten auf der Verleihung des Grimme Preises. Allen voran Sarah Dingens…
Keep on – Hier könnte ihre Werbung stehen – und so
Timbo